In vielerlei Hinsicht stand der hansische Kaufmann schon im Mittelpunkt wissenschaftlicher Untersuchungen. Bisher fehlte aber der spezielle Aspekt der Kultur- und Geistesgeschichte, eben ein Blick in die Seele des Kaufmanns. Mit dem Motiv Kirche im Verhalten des Kaufmanns hat sich die Hanseforschung bisher kaum oder höchstens am Rande beschäftigt Kirchennähe und Religiosität des Kaufmanns wurden mit der für das Mittelalter typischen Frömmigkeit abgetan. Können sie aber nicht gerade die Eigenart und Vielfalt seiner Aktivitäten erklären? Wie haben sie sein Leben geprägt? Waren sie typisch für ihn? Welche Rolle spielte die Kaufmannschaft im religiösen Leben der Stadt? Welchen Einfluß hatte die Reformation auf seine Vorstellungswelt?
Diese und ähnliche Fragen beantwortete eine Tagung des Hansischen Geschichtsvereins in Frankfurt/Oder 2007, deren Vorträge hier nun in acht Beiträgen von Hartmut Freytag, Hildegard Vogeler, Heinrich Dormeier, Dietrich W. Poeck, Arnd Reitemeier, Christiane Schuchard, Rainer Postel und Claus Veltmann vorgelegt werden.